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20 Jahre moderne Dampftraktion modern steam

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Am 17. Juni 1992 wurde die vollständig neu konstruierte und gebaute Zahnraddampflokomotive H 2/3 Nr. 12 der Brienz-Rothorn Bahn feierlich eingeweiht. Es war die erste der drei neuen Dampflokomotiven, die in der damaligen Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik SLM in Winterthur nach 40 Jahren Pause gebaut worden waren. Zuvor galten die 1952 von der SLM zur Nilgiribahn in Indien gelieferten fünf Zahnrad- und Adhaösionslokomotiven als letzte Dampflokomotiven aus Winterthur.

Die modernen Dampflokomotiven zeichnen sich durch Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit aus. Einmannbetrieb, saubere Leichtölfeuerung und ein auch von neueren Fahrzeugen nicht erreichtes niedriges Sitzplatzgewicht sorgen für einen rationellen, umweltfreundlichen Betrieb. Die zweite Prototyplokomotive ging an die elektrifizierte Bergbahn Montreux-Glion-Rochers-de-Naye, die dritte zur österreichischen Schneebergbahn und im folgenden Jahr zur Schafbergbahn.

Über die Renaissance der Dampflokomotiven wurde weltweit berichtet, im Anhang sind einige der Artikel eingescannt. 1996 wurden weitere fünf praktisch baugleiche Zahnraddampflokomotiven gebaut, zwei für die Brienz-Rothorn Bahn, drei für die Schafbergbahn. Die Dampflokomotive Nr. 1 der Montreux-Glion-Rochers-de-Naye wurde nach einem Direktionswechsel an die Brienz-Rothorn Bahn verkauft, wo sie seit 2005 mit der Nummer 16 in Betrieb ist. Die Montreux-Glion-Rochers-de-Naye führt ihre "Belle Epoque"-Züge nun mit einer alten Elok, die jedoch im oberen Streckenteil nur einen Wagen befördern kann, die Damplok schaffte bei gleichem Personalbedarf deren zwei.

Sowohl die Brienz-Rothorn Bahn als auch die Schafbergbahn besitzen je vier neue Dampflokomotiven. Dank ihrer Wirtschaftlichkeit befördern sie bei beiden Bahnen die Hauptlast und verhinderten deren Verdieselung. Nur die Schneebergbahn hat sich für Dieseltraktion entschieden, ist aber wesentlich weniger erfolgreich als die dampfbetriebene Schafbergbahn. Dem Vernehmen nach befördert sie lediglich einen Viertel der Passagiere der Schafbergbahn.

 

Lok Nr. 12 (SLM 5456/1992) kurz nach der Ablieferung im Bahnhof Brienz. Foto: Roger Waller

 

Die Lok Nr. 12 hat sich knapp 20 Jahre später mit Ausnahme der Beschriftung kaum verändert. Mittelstation Planalp. Foto: Roger Waller

 

Lok Nr. 1 (SLM 5457/1992) am letzten Einsatztag bei der MGN, Wasser fassen am amerikanischen Wasserturm auf der Station Caux. Foto: Roger Waller

 

Die frühere Lok Nr. 1 der MGN als Lok Nr. 16 bei der Brienz-Rothorn Bahn. Ausfahrt aus dem Tunnel zwischen Planalp und Oberstafel. Foto: Roger Waller

 

Lok 999.201 (SLM 5424/1992) der Österreichischen Bundesbahnen oberhalb Schafbergalpe. Foto: Harald Navé

 

Eine der Serielokomotiven 999.202 bis 204 (SLM 5686/1995, 5687/1995 und 5688/1995) der Österreichischen Bundesbahnen beim Aschinger. Foto: ÖBB

 

Nach der Übernahme der Schafbergbahn durch die Salzburger Lokalbahnen SLB erhielten alle Fahrzeuge die rote SLB-Farbgebung. Z14 ex 999.204 in der Bergstation Schafberg. Foto: Roger Waller

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 15. Juni 2012 um 19:57 Uhr